HERKINGEN TRIATHLON 2021

Herkingen Triathlon 2021

4. Auflage des GO Triathlon Herkingen

Nach zwei Jahren ohne jeden Triathlon habe ich mich entschlossen mal wieder etwas Wettkampfluft zu schnuppern. Das ausgerechnet in einer ungeliebten Distanz — Sprint- eher Vollsprint, also angemeldet im schönen Herkingen am Grevelinger Meer.

Meinem Vereinskameraden Stefan Rollke, vom Triathlon Team Rheinberg, habe ich das Ding dann auch eingeredet, nachdem sein ursprünglich geplanter Wettkampf abgesagt wurde.

Vorhergesagt waren ursprünglich 20-25 Grad (waren es am Vortag auch), aber am Raceday schaffte das Thermometer auf 16 Grad Lufttemperatur und eine Windstärke 20 – 30 km/h. Eigentlich ideal zum Surfen, anstatt zu schwimmen und radfahren. Am Start zeigte sich das Grevelinger in einladender Form, 16 Grad Wasser und am Ende des Hafens wellig. Stefan, der schwimmen liebt, war begeistert. Ich selbst, das letzte mal im Februar 2020 im Wasser, hatte auch Freude.

Raus aufs Rad ins Grauen, der Radstrecke über 45 km (in 4 Runden) die zur Hälfte auf der Wasserseite entlang des Dammes führte, eine schöne Streck, aber der Wind kam frontal. Der zweite Teil führte über unregelmäßig kurze Geradeausstecken, mit rechtwinkligen Kurven. Stefan und ich hatten richtig Arbeit.

Endlich runter vom Rad auf die Laufstrecke, aus der Wechselzone, Treppe rauf, Rampe runter und dann 10 km in 4 windigen Runden. Vom Rad ziemlich dezimiert ging es dabei darum eventuell noch einige Plätze gut zu machen, die wir gegen die guten niederländischen Schwimmer eingebüßt hatten.

Nach der letzten Runde wieder Treppe rauf, Treppe runter über denn Damm ins Ziel…

Am Ende stand bei mir ein 14. Platz in der Gesamtwertung, was bei einer Kurzstrecke und der vor mir ins Ziel gekommenen Konkurrenz ein gutes Ergebnis ist. Mein Freund Stefan war auch zufrieden und so begeistert, dass er sich gleich wieder angemeldet hat.

Fazit Schönes Event, tolle Stimmung, gut Organisiert, Danke Herkingen….

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HITZESCHLACHT IN MAINHATTAN

Hitzeschlacht in Mainhatten

Frankfurt a.M. – Sonntag, 30.06.2019 

Alles was in der Szene Rang und Namen hat, war beim Mainova IRONMAN European Championship Frankfurt 2019 am Start. Schließlich ging es um die heiss begehrten Slots für Hawaii. Dies rief nicht nur die erste Garde der „Pro’s“ auf den Plan, sondern auch die Amateure-Elite gab sich die Ehre. Nirgendwo ist das Starterfeld stärker besetzt als in Frankfurt.

Auch ich stellte mich der Herausforderung über 140.6 miles, obwohl die Wetterprognose der letzten Tage nichts gutes verhieß. Hochsommerliche Temperaturen um die 40 Grad, alles andere als ideale Bedingungen für ca. 10 Stunden Ausdauersport. Aber was blieb mir anderes übrig? Das Wetter kann man sich nie aussuchen und die Bedingungen waren für alle Athleten gleich. Ich habe fleißig trainiert, fühlte mich mental stark und kneifen war noch nie eine Option. Außerdem wollte ich erneut ein Zeichen für den Tierschutz und das Projekt „Helden für Tiere“ setzen.

Es wurde das erwartet harte Rennen. Schon morgens beim Schwimmen mit „Neoprenverbot“, waren die Bedingungen nicht optimal. Die außergewöhnlich großen Startgruppen führte im Kampf um die Ideallinie zu einer großen Hauerei im Wasser. Zahlreiche Sportkameraden hatten ihr eigenes Leistungsvermögen im Vorfeld maßlos überschätzt und sich in die vorderen Startreihen gedrängt. Dies hatte im anschließend Rennverlauf zur Folge, dass sie die schnelleren Sportler behinderten und so um eine gute Zeit brachten. Mich hat es nach eigenem Ermessen gute 10 Min. gekostet, bis ich in den richtigen Schwimmrhythmus kam.

Auf dem Rad lief es dann einigermaßen gut, allerdings kehrte während des ganzen Rennens keine Ruhe ein. Der Zeitverlust aus dem Schwimmen erlaubte keine Regenerationsphasen und ich war somit gezwungen, auf der mit 185 Kilometern überlangen Radstrecke, ständig Volllast zu fahren. Neben der ständig steigenden Hitze kam dann auch noch extremer Wind hinzu.

Der abschließende Marathon führte drei Runden entlang des Main’s. Bei Temperaturen um 38° im Schatten mussten viele Teilnehmer, egal ob Pro oder Amateur, die Segel vorzeitig streichen. Ich habe trotzdem eine ordentliche Zeit zusammen gebracht und noch viel wichtiger, ich habe nicht aufgegeben!

Ich beende den Wettkampf in 10:22:47 als 26. (von 352) in meiner Altersklasse (Ak) und 179. (von 2064) im Gesamtklassement. Auch wenn ich am Ende knapp 10 Minuten an einem der 11 Hawaii Slot’s meiner Ak M45 vorbei geschrammt bin (10:10:02 war der letzte offene Slot) , bin ich zufrieden mit meiner Leistung und gönne mir nun eine kurze Zeit der Regeneration.

Besonders freue ich mich für meinen Teamkollegen FERNANDO CONCHA vom Triathlon Team Rheinberg, der sich in seiner Ak 35 als 13. von 301 einen der begehrten Slots ergattern konnte.

Die Ironman-EM in Frankfurt 2019 war ein Rennen der Extreme. Das schlug sich auch in den Zeiten nieder, die für die Hawaii-Quali benötigt wurden. In vielen Altersklassen gingen die Kona-Plätze mit Zeiten weg, die eine halbe Stunde über denen der letzten Jahre lagen.

Gleichwohl behalte ich mein persönliches Ziel HAWAII im Fokus. Getreu dem Motto „nach dem Wettkampf, ist vor dem Wettkampf“, startet die Vorbereitung für den nächsten IRONMAN jetzt…

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